Ein naiver Klick kann teuer werden

[Sicherheit]

Würden Sie einem Unbekannten Zugang zu Ihrem Girokonto verschaffen? Eigentlich verbietet so etwas der gesunde Menschenverstand.

Trotzdem gibt es einige Zeitgenossen, die dieses tun und einem Unbekannten PIN und TAN übergeben. In der Hoffnung, etwas Geld hinzu verdienen zu können.


Auf einer Internetseite, wird einem ein, auf dem ersten Blick, verlockendes Angebot unterbreitet:

“Sie richten ein Online-Konto auf Ihren Namen für uns ein, geben uns PIN (Persönliche Identifikationsnummer) und TAN (Transaktionsnummer) und verdienen sich so 600 Euro pro Monat dazu.”

600 Euro fürs Nichtstun? Hallo? Und das nur deshalb, weil der vorgeblich international tätige Internethändler angeblich in Deutschland kein Konto eröffnen kann. Wenn man darauf eingeht, fließen in den nächsten Tagen größere Geldsummen (meist über 15.000 EUR) über das eigene Giro. Es wird fleißig überweisen und genauso schnell wieder vom Unbekannten abgebucht. So kann man schnell zum Finanzagenten werden, ohne dass man irgendetwas dafür tun muss. Schließlich ist der unbekannte Händler im Besitz der PIN und TAN.

Womit dann viele, die ihr Konto dafür zur Verfügung stellen, nicht rechnen, ist die Reaktion der Hausbank. Diese reagiert meist sehr schnell, friert das Konto ein und erstattet Anzeige nach dem Geldwäschegesetz. Denn dieses Handeln der frischgebackenen Finanzagenten ist strafbar. Dieses kann eine Freiheitsstrafe von drei bis fünf Monaten oder Bußgeld einbringen.

Hinzu kommen dann noch die Schadenersatzforderungen, die der Kontoinhaber, also der Finanzagent, leisten muss. Häufig kommt das überwiesene Geld aus dubiosen Verkäufen. Soll heißen, Kunden haben dem Händler Beträge für Ware überwiesen, die diese gar nicht bekommen. Diese verlangen jetzt mit Recht ihr Geld zurück. Zahlen muss der Finanzagent. Dazu rechnen muss man noch die Anwaltskosten der betrogenen Kunden.

Der Internethändler ist fein raus und nicht auffindbar, da er meist im Ausland sitzt und somit nicht für die deutsche Justiz greifbar ist. So kann eine “einfache Tätigkeit” sehr teuer werden und (Schadensersatz-)Summen erreichen, die man nicht zurückzahlen kann.

Obwohl schon seit langem davor gewarnt wird, gibt es genug Opfer für dieses Händler. Auch wenn die angeblichen Hinzu-Verdienstmöglichkeiten sehr klein sind, gehen viele darauf ein. Im tiefsten Glauben nicht strafbares machen zu können.

Aber wie heißt es so schön: “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht”.

Man merke: Geld konnte man noch nie durch Nichtstun verdienen!

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