IBAN und das „Benutzerdefinierte Format“

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Ab dem Jahr 2014 müssen in Deutschland die Kontoverbindungen mit dem IBAN*-Code angegeben werden. Das heißt, wir müssen uns von den althergebrachten Kontonummern verabschieden und zukünftig eine 22stellige Kontoverbindung verwenden.

Begonnen wird die Zahlenfolge in Deutschland mit dem Kürzel „DE“ gefolgt von einer 2stelligen Prüfzahl und 17 Zahlen, die aus der Bankleitzahl sowie der Kontonummer besteht. Das Problem ist nur wie die Tabellenkalkulation mit diesem Zahlencode umgeht. Excel bereitet dabei einem große Probleme.

Standardmäßig wird dieser IBAN-Code von links beginnend in vierer Blöcken geschrieben und soll dann diese Form haben: „DE12 1234 1234 1234 1234 12“. Die Frage stellt sich, wie man diese Angabe formatiert, damit Sie bei der Eingabe keine Rücksicht auf die Leerzeichen nehmen müssen und die Anwendung diese selbstständig einfügt oder aus anderen Datenbeständen übernimmt. Denn nicht immer wird auch das vorherige Zahlenformat übernommen.

Im ersten Schritt könnte man darüber nachdenken, dies mit einen benutzerdefinierten Format zu erledigen:

  1. Markieren Sie die infrage kommende Zelle und benutzen Sie die Tastenkombination [Strg] und [1], um ins Zellformat zu gelangen.
     
  2. In geöffneten Dialogfenster „Zellen formatieren“ wählen Sie links die Kategorie „Benutzerdefiniert“ und geben im Feld „Typ:“ folgendes ein: „DE“Standard.
     
  3. Bestätigen Sie mit „OK„.
     

Das bewirkt, dass Sie die Zahlenfolge normal eingeben und die Tabellenkalkulation setzt automatisch das „DE“ davor. Ähnlich wie es bei den Währungsformaten funktioniert. Das Problem ist dann nur, dass die Zahlenfolge in einer exponentielle Schreibweise (1,23 E+19) dargestellt wird.

Nun kann man noch die Zahlengruppierung in das benutzerdefinierte Format übernehmen. Rufen Sie, wie oben gezeigt, das Dialogfenster „Zellen formatieren“ nochmals auf und geben Sie im Feld „Typ“ zum Beispiel die Form „DE“00 0000 0000 0000 0000 00 ein.

Der Makel hierbei ist wiederum, dass die Anwendung die Zahlenfolge verfälscht und nach der 15. Stelle (ohne „DE“) mit Nullen darstellt, also DE12 1234 1234 1234 1000 00. Das ist leider ein ganz normales Verhalten. Das liegt daran, dass die Tabellenkalkulation gemäß seinen Vorgaben (IEEE-Spezifikation 754) in diesem Fall nur 15 Zahlen korrekt darstellen kann.

Das bedeutet also, dass Sie mit Hilfe des „benutzerdefinerten Formats“ den IBAN-Code nicht gruppieren können! Sie kommen also nicht umhin den IBAN-Code in Textform einzugeben und beim Schreiben die Leerzeichen zu setzen, also in der Form “ DE12 1234 1234 1234 1234 12″.

Es bleibt zu hoffen, dass Microsoft im „benutzerdefinierten Format“ bei den „Sonderformaten“ den IBAN-Code zeitnah einpflegt.

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* IBAN = International Bank Account Number

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6 Kommentare zu “IBAN und das „Benutzerdefinierte Format“

  1. Lösung:
    Stand vor dem gleichen Problem bei Steueridentifikationsnummern – in Word funktioniert das mit geschützten Leerzeichen (Strg + Shift + Leerzeichen) ganz einfach, in Excel (zumindest 2010) kann man zwar die Tastenkombination nicht direkt im Dialogfenster verwenden, dafür funktioniert der Trick über Copy-Paste eines geschützen Leerzeichens aus bspw. einem Word-Dokument ins Dialogfenster.
    Viel Spaß beim Anwenden

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